"Kirche ist letztendlich Kommunikation"
13.07.2026 |
Dr. Michael Hertl zum zweiten großen Präsenztreffen der Kommunikationsverantwortlichen
Die geballte Kommunikationskompetenz der Erzdiözese Freiburg kam am 8. Juli 2026 auf Einladung der Stabsstelle Medienkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt zusammen. Dr. Michael Hertl, Leiter der Stabsstelle, zieht Bilanz.
Herr Dr. Hertl, rund 40 Kommunikationsverantwortliche aus den 36 neuen Pfarreien der Erzdiözese kamen in Rastatt zusammen. Was war das Hauptziel dieses zweiten großen Präsenztreffens?
Dr. Michael Hertl: "Nach dem Start der neuen Pfarreien im Januar ging es uns vor allem um strategische Weichenstellungen. Das digitale Netzwerk besteht seit 2023, aber das persönliche Miteinander ist durch nichts zu ersetzen. Unser Ziel war es, die geballte Kommunikationskompetenz der Erzdiözese zu bündeln. Wir müssen Kommunikation in den Pfarreien strukturell so verankern, dass sie strategisch, effizient und transparent wirken kann. Denn am Ende gilt: Kirche ist letztendlich Kommunikation."
Ein Highlight des Treffens war die Premiere des Films #hiergehtwas. Welche Kernbotschaft transportiert dieses neue Video?
Dr. Michael Hertl: "Der Film zeigt ganz konkret, dass die Kirchenentwicklung 2030 lebt. Vier Pfarreien – Buchen, Emmendingen, Ettlingen und Hechingen – stellen darin exemplarisch innovative Konzepte und Formate vor, die sie bereits umgesetzt haben. Die Botschaft ist klar: Trotz aller Strukturprozesse entsteht vor Ort schon viel Neues und Mutmachendes. Es wird angepackt, ausprobiert und erfolgreich kommuniziert."
Die Bandbreite der Themen reichte von Krisenkommunikation und KI über Datenanalysen bis hin zur klassischen Mitgliederkommunikation. Was nehmen die Teilnehmenden für ihre tägliche Arbeit vor Ort mit?
Dr. Michael Hertl: "Das Treffen hat gezeigt, wie vielfältig moderne Öffentlichkeitsarbeit sein muss. Die Teilnehmenden nehmen handfeste Werkzeuge mit: Know-how für den Umgang mit Medien und Krisen, Einsatzmöglichkeiten von digitalen Tools wie KI-Anwendungen und dem diözesanen Statistik-Dashboard, aber eben auch ganz lebensnahe Vorlagen für die Mitgliederkommunikation bei Anlässen wie Geburt, Einschulung oder Umzug. Wichtig war uns auch der Impuls zum privaten Hörfunk, denn mit Geschichten aus Kirche und Caritas im Radio erreichen wir gezielt Menschen, die wir über klassische Kanäle kaum noch ansprechen."
Wenn Sie auf die Zukunft der Kommunikation in der Erzdiözese blicken: Was ist Ihr wichtigstes Fazit des Tages?
Dr. Michael Hertl: "Wir haben eine gemeinsame Vision, die uns leitet. Um Menschen und die Gesellschaft heute noch mit unseren lebensrelevanten Botschaften zu erreichen, dürfen wir nicht in Silos denken. Wir müssen unsere Kompetenzen zwingend bündeln und die diözesanweite Vernetzung konsequent vorantreiben. Nur gemeinsam sind wir sprachfähig."









