25 Jahre Pater Nelson als Vertretung im Achertal

01.09.2026 |

Seit 25 Jahren ist Pater Nelson im Sommer als geschätzter Seelsorger im Achertal tätig – ein Jubiläum, das die Gemeinden gemeinsam in Seebach feierten.

Seit 25 Jahren übernimmt Pater Nelson Junges aus Brasilien jeden Sommer für mehrere Wochen den Vertretungsdienst im Achertal. Dieses Jubiläum wurde bei einem Begegnungsgottesdienst in Seebach, zu dem alle Achertalgemeinden eingeladen waren, besonders gewürdigt.
Pfarrer Georg Schmitt zelebrierte den Gottesdienst gemeinsam mit Pater Nelson und dessen Freund Pater Manjolo. Die musikalische Gestaltung übernahm der Familienchor Ottenhöfen unter der Leitung von Thomas Wimmer mit lebendigen Liedern.
Im Predigtgespräch fragte Pfarrer Schmitt Pater Nelson, wie alles angefangen hatte. Das Erzbistum Freiburg freute sich über seine Anfrage und schickte ihn zunächst als Vertreter von Pfarrer Benz nach Ottenhöfen und Seebach. Später kamen Kappelrodeck und Waldulm hinzu.
Alles andere als einfach fiel ihm anfangs das Verstehen des heimischen Dialekts. Doch durch den direkten Kontakt mit den Menschen und viele persönliche Begegnungen änderte sich das. Pater Nelson hörte den Menschen zu, nahm Anteil und hatte für jeden ein offenes Ohr. Seine herzliche und zugewandte Art bereicherte das Leben der Gemeinden und führte zu großer Gastfreundschaft und vielen persönlichen Beziehungen. Pater Nelson ist im Achertal heimisch geworden.
Das kam auch in den Worten der Seebacher Gemeindeteamsprecherin Angelika Schmälzle treffend zum Ausdruck. In einer sehr persönlichen und warmherzigen Laudatio schilderte sie die Freude der Gemeinde über Pater Nelsons seelsorgerlichen Dienst, seinen humorvollen und unkomplizierten Charakter sowie seine Zugewandtheit. Sie dankte ihm für 25 Jahre Verbundenheit und überreichte ein Präsent.
Zu seiner Berufung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung fand Pater Nelson während einer zweijährigen Tätigkeit in einem Krankenhaus. Dort gab das Schicksal einer Patientin den Anstoß dazu, Menschen mit Behinderung Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Unterstützung zu schenken. Das soziale Netzwerk in Brasilien ist schwach, und Verbesserungen sind weiterhin dringend notwendig. Die „Fraternité“ von Pater Nelson ist eine unabhängige und weltweit vernetzte Organisation, die auf Spenden angewiesen ist.
Im Anschluss wurde die Einladung des Gemeindeteams zu einem Umtrunk auf dem Kirchplatz gerne angenommen. Viele nutzten die Gelegenheit, Pater Nelson persönlich zu danken. Strahlender Sonnenschein und wehende Fahnen sorgten für ein festliches Ambiente.