Im Einsatz gegen Kinderarbeit

03.01.2026 |

Acher-und Bühler Bote, 03.01.2026,Roland Spether
 
132 Sternsinger sind noch bis zum Dreikönigstag in Achern unterwegs.

Achern. Dass sich am Neujahrstag 132 Sternsinger in Gewändern orientalischer Könige um den Altar in der Acherner Stefanskirche versammelten, war ein prächtiges und hoffnungsvolles Bild. Bis Dreikönig werden sie in den acht Pfarreien in der Stadt unterwegs sein, noch einmal die frohe Weihnachtsbotschaft verkünden und an der bundesweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder teilnehmen.
 
„Ihr seid Gottes Sprachrohr und bringt den Menschen den Segen Gottes.“
Lisa Schillinger, Pastoralreferentin
 
Mit Pater Johanes Oelighoff und Diakon Gereon Burster wurden die Sternsinger in einem Gottesdienst (Leo Claes an der Orgel) auf ihren „königlichen Weg“ geschickt, nachdem die Kreide für einen alten Brauch gesegnet war.
Damit schreiben sie einen Segen an die Türen: „20*C+M+B*26“. Dies bedeutet „Christus Mansionem Benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“. Im Volksglauben werden die Buchstaben als die Namen der richtigen Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar gedeutet, die Jesus im Stall von Bethlehem Gold, Weihrauch und Myrrhe schenkten.
Das Dreikönigssingen 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Das wurde auch bei der Aussendung thematisiert. Nach Schätzungen müssen 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren teils in Ausbeutung arbeiten, können nicht zur Schule gehen, sind gesundheitlich gefährdet und haben keine Rechte.
Produkte aus Kinderarbeit kommen auch in Deutschland in den Handel. Deshalb zielen die Projekte der Sternsinger darauf, Kinder aus der Arbeit zu befreien und ihnen über Bildung, Ausbildung und Begleitung eine Lebensperspektive zu eröffnen. Über das Kindermissionswerk wird die Thematik öffentlich gemacht und viele sollen sensibilisiert werden, um den Teufelskreis von Armut, Kinderarbeit und fehlenden Chancen zu durchbrechen. Für die Sternsingeraktion in Achern ist Lisa Schillinger verantwortlich. Sie hat diese mit den Leitern in den Pfarreien organisiert und ist sehr dankbar, dass sich so viele Kinder und Jugendliche in den Ferien bei Wind und Wetter auf den Weg machen. Die Sternsinger sind in der Kernstadt am 3. Januar zu den Familien unterwegs, die sich angemeldet haben.
In den Stadtteilen besuchen die Könige alle Häuser. In Fautenbach und in Mösbach sind sie am 3. Januar unterwegs, in Wagshurst ziehen sie am 3. und 5. Januar umher und in Önsbach am 4. und 5. Januar. In Großweier, Gamshurst und Oberachern waren sie am 2. Januar schon auf Tour, bei Bedarf sind sie auch noch am 3. Januar unterwegs.
Spenden können mit dem Kennwort „Spende für Sternsinger“ auf das Konto der Kirchengemeinde Acher-Renchtal bei der Volksbank überwiesen werden, IBAN: DE32664900000000112402. Die Spenden aus Gamshurst, Großweier, Önsbach und Wagshurst gehen wieder an eine Schule für Kinder mit Behinderung in Chimbote (Peru).
Als „Gottes Sprachrohr“ für das Gute und gegen Kinderarbeit werden bis Dreikönig 132 Sternsinger in den acht Pfarreien in der Stadt Achern unterwegs sein, um Geld für notleidende Kinder und für bessere Lebenschancen zu sammeln. Foto: Roland Spether