Ökumenisches Pfarrfest in Appenweier
24.06.2026 |
„Kirche ist cool“ mit diesen launigen Worten begrüßte Pfarrer Jürgen Schindler die zahlreichen Gottesdienstbesucher in St. Michael, die sich trotz der Hitze auf den Weg gemacht hatten und nun die angenehmen Temperaturen in der Kirche spürten.
Seit 20 Jahren feiern die evangelische und die katholische Kirchengemeinde in Appenweier das ökumenische Pfarrfest, immer mitten im Sommer in der Nähe des Johannesfestes am 24. Juni.
„Offene Arme“, so lautete das Thema des Gottesdienstes. Diese Geste wurde auf Anregung von Pfarrerin Agnes Gahbler von den Besuchern ausprobiert und mit einem freundlichen Lächeln nach allen Seiten ergänzt. „Das Gleichnis vom Verlorenen Sohn“ war die entsprechende Bibelstelle aus dem Lukasevangelium. Agnes Gahbler erläuterte in ihrer Predigt den Bibeltext. Jemanden mit offenen Armen zu begegnen kann leicht sein, aber auch schwer, wenn wir uns gekränkt und verletzt fühlen. Da ist Vergebung und Versöhnung nötig. Jesus will uns mit diesem Gleichnis deutlich machen, dass Gott uns immer mit offenen Armen empfängt, auch wenn wir schuldig geworden sind. Es liegt an uns, ob wir uns ihm zuwenden und auf ihn zugehen wie der Sohn in der Erzählung.
In den Fürbitten, von je einer Frau aus den beiden Gemeinden vorgetragen, kamen aktuelle Probleme zur Sprache und wurden mit dem Vaterunser abgeschlossen. Die modernen Lieder begleitete Erwin Mayer aus Gengenbach an der Orgel.
Vor dem Segen lud Jürgen Schindler zum Bleiben und zur Begegnung bei kalten Getränken und kleinem Imbiss ein. Das Gemeindeteam St. Michael hatte dazu im hinteren Bereich der Kirche Tische aufgebaut, so dass man bei netten Gesprächen noch die angenehme Kühle des Kirchraumes genießen konnten.
Der Erlös des Abends von 260.- € geht an die Perupartnerschaft der kath. Gemeinde.